Was wollen wir erreichen?

  • Keine offene Nationalstrasse entlang des Bielersees.
  • Erhalt unserer einzigartigen Reblandschaft, welche für viele Familien eine Existenzgrundlage darstellt.
  • Schutz unserer Ortsbilder und unserer Lebensqualität.
  • Keine schrittweise Aufklassierung der jetzigen Nationalstrasse.
  • Keine jahrzehntelangen Bauprojekte, die ganze Generationen in ihrem Alltag einschränken.
  • Zeitgerechte und ehrliche Information durch die zuständigen Behörden und Mitsprache aller Betroffenen.

Kurz: Wir wollen die Korrektur der 60-jährigen Fehlplanung!

N5 Bielersee - so nicht!

Aktuelles

Vorstandssitzung Januar 2020

Wingreis, im Januar 2020

Liebe Mitglieder

Ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahrzehnt gestartet.

Der Vorstand hat sich diese Woche getroffen und wir haben die weiteren Schritte in unserem Vorhaben gegen den weiteren Ausbau der N5 besprochen.

Es ist uns ein Anliegen, den Dialog offen zu führen und alle Mitglieder zu ermuntern, uns mit Ideen und in Arbeitsgruppen zu unterstützen. Bitte meldet euch über die Homepage, oder direkt beim Vorstand, wenn Ihr Interesse habt, gemeinsam für den Erhalt unseres schönen Bielerseeufers zu kämpfen.

Im Moment läuft die Frist für die Revision der regionalen Siedlungs- und Verkehrs Entwicklung, RGSK, Schwerpunkt öffentlicher Verkehr. Frist: 31.03.2020. Online ab 10.2.2020

Welche Forderungen sollen gestellt werden? Fokus auf Verkehr reduzieren oder umlenken? Bausünden der jetzigen Strasse zurückbauen. Fehler in der bisherigen Planung korrigieren. Den Blick öffnen, dass es nicht nur um den Tunnel geht, sondern um den privaten und öffentlichen Verkehr zwischen Bözingen und Neuchâtel und noch weiter darüber hinaus?

Wer sich in dieser Arbeitsgruppe einbringen möchte, melde sich bitte bei Anne-Käthi Zweidler: Tel.: 079 256 51 19, E-Mail: anne-kaethi.zweidler@bluewin.ch.

Des Weiteren wollen wir Landschaftsbegehungen organisieren, um aufzuzeigen, was der weitere Ausbau der Strasse für die Landschaft bedeuten würde.

Wer sich für dieses Projekt begeistern kann, melde sich bitte bei Sandra Gurtner Oesch, Tel.: 078 766 04 60, E-Mail: sandra.gurtneroesch@profawo.ch

Zudem suchen wir ein französischsprachiges Mitglied, welches für uns Übersetzungsarbeiten übernehmen könnte.

Auf unserer Homepage www.n5bielersee-sonicht.ch werdet Ihr laufend informiert und findet weitere interessante Artikel.

Danke schon jetzt für eure Unterstützung: zusammen sind wir stark und können mehr bewirken!

Freundliche Grüsse

Im Namen des Vorstandes «N5 Bielersee – so nicht!»

Susanne Knecht

Ein gutes neues Jahr 2020

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr.

Im 2020 brauchen wir viel Mut, Zuversicht, gute Ideen und Durchhaltevermögen.

Gemeinsam schaffen wir es, dass in diesem Land der Verkehr umweltverträglicher wird – zum Schutz unserer wundervollen Landschaft und unserer Winzerkultur.

Stellungsnahme des Komitee zu den Einspracheantworten des UVEK

Als Antwort auf ihre Einsprache haben die meisten von uns inzwischen einen Brief vom UVEK erhalten. Mit diesem Brief wird angezweifelt, dass wir überhaupt zur Einsprache berechtigt seien. Falls doch, so müssten wir dies bis am 8. Januar 2020 in einem eingeschriebenen Antwortschreiben an das UVEK begründen. Dies ist aber gar nicht so kompliziert, wie es zuerst tönt.

Unser Jurist hat ein kurzes Schreiben (siehe beiliegende Musterantwort) entworfen, mit dem wir unsere Einsprache-Berechtigung begründen können. Natürlich müssen wir nun wieder je nach unserer individuellen Wohn- und Lebenssituation den Musterbrief anpassen.

Hier ein paar Möglichkeiten

  • Wer in Schafis, Ligerz, Kleintwann oder im Twanner Dorfkern wohnt, leidet durch die Schliessung des Ligerztunnels während einem ganzen Jahr unter Autoverkehr.
  • Wer am Strandweg wohnt, leidet durch den überdimensionierten Bau- und Installationsplatz unter Lärm, Erschütterungen und Staub.
  • Wer Rebparzellen am Rebenweg bewirtschaftet, wird durch die Umleitung des Veloverkehrs durch den Rebenweg in der Arbeit behindert.
  • Etc. – ihr müsst vor allem die Begründung in eurer Einsprache entsprechend ausbauen und belegen, zum Beispiel durch die Nähe eures Hauses/eurer Wohnung zum Bauplatz etc.

Ihr dürft gerne die juristischen Bemerkungen im beiliegenden pdf ausdrucken und beilegen. Dann wissen die UVEK-Leute gleich, auf welche Bundesgerichtsurteile ihr euch bezieht. Das erhöht die Chancen, dass möglichst viele Einsprachen gutgeheissen werden. Vorläufig kostet uns diese Präzisierung unserer Einsprache noch nichts, da unser Jurist uns ehrenamtlich unterstützt.

Bitte nehmt euch vor dem Mittwoch, 8. Januar 2020 eine Stunde Zeit, um diesen Brief an das UVEK zu verfassen und zur Post zu bringen. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam diesen grössenwahnsinnigen Autobahn-Ausbau verhindern können.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga 19.12.2019

Heute in Biel

Auszug aus der Rede von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga an der Wahlfeier am Ring in Biel. Sie spricht über Integration.

Ausschnitt aus der Reportage des Bieler Tagblattes vom 20.12.2019

Stellungsnahme Komitee zur Antwort Sommaruga

Der Vorstand des Komitees N5-Bielersee so nicht! ist sehr enttäuscht von der Antwort in der Fragestunde durch Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Dies aus folgenden Gründen:

  • die Projekte Twanntunnel und Westast werden einzeln und isoliert abgehandelt. Uns fehlt die Weitsicht, die Umsichtigkeit, mit welcher die Situation angegangen wird. Der Fokus wird auf einzelne Schauplätze gelegt, Zusammenhänge werden nicht gesucht und somit auch nicht gefunden.
  • Die Verkehrsproblematik (Lärm, Sicherheit) im Bericht, wird auf ein einzelnes Dorf Twann reduziert, es scheint keine anderen Dörfer zu geben mit den gleichen Problemen und Bedürfnissen.
  • Es hat kein korrekter partizipativer Prozess stattgefunden. Wir wissen alle, dass die direkt Betroffenen aus Wingreis und vom Strandweg nicht einbezogen und erst auf Nachfrage zwei Tage vor Planauflage informiert wurden.
  • Das neue Projekt Ostportal (v.a. der Installationsplatz) betrifft die genau gleiche geschützte Landschaft wie das vorherige abgelehnte Projekt. Das Terrain wird weniger breit verdichtet und betoniert, dafür in die Länge gezogen. Dadurch werden die Einwohner von Wingreis und vom Strandweg in ihrer Lebensqualität und Existenzen von Weinbauern für 15 Jahre massiv betroffen.

Wer behauptet, der Westast und die N5 am linken Bielerseeufer hätten keinen Zusammenhang, der verschließt die Augen vor der Realität.

Uns fehlt WEITSICHT-UMSICHT-ECHTES INTERESSE an einer bestmöglichen Lösung für die Region.

Bieler Tagblatt 12.12.2019

Die Qualität der Legitimation sei jedoch unterschiedlich, deshalb könne man erst nach dem «Nachreichungstermin» vom 8. Januar 2020 sagen, wie viele Einsprachen bearbeitet würden. Nun, wir finden schon die Anzahl von über 70 Einsprachen ein grosser Erfolg für uns alle.

Heute in Bern, 10.12.2019

Im Bundeshaus angekommen

Die beiden Berner Nationalräte Matthias Aebischer (SP) und Jürg Grossen (GLP) haben für die kommende Fragestunde im Parlament ihre Bedenken zum vorliegenden Projekt eingereicht.

Matthias Aebischer stellt in seinem Vorstoss die Grundsatzfrage nach der Nachhaltigkeit der Strassenbaupläne:

Inwiefern rechtfertigt es sich, die Nationalstrasse N5 weiter auszubauen, obwohl diese quer durch eine Landschaft von nationaler Bedeutung (BLNV) und denkmalgeschützte Dörfer gebaut wird?

Wie will der Bundesrat diese schützenswerte Landschaft erhalten und gleichzeitig die Nationalstrasse weiter ausbauen?

Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die Lebensqualität für alle Bewohnerinnen und Bewohner des nördlichen Bielerseeufers sowie die Uferzone in seiner Schönheit zu erhalten?

Antwort des Bundesrates

Jürg Grossen thematisiert den Zusammenhang zwischen der Westast-Diskussion und der Verkehrsplanung in der Region. Sein Vorstoss im Wortlaut:

Der Bund plant den Ausbau der Nationalstrasse entlang des nördlichen Bielerseeufers und treibt den Bau des Twanntunnels weiter voran und damit auch die Enteignung von Wohnhäusern und Reben.

Inwiefern rechtfertigt sich dieses Vorgehen, während gleichzeitig in Biel der Ausbau der gleichen Nationalstrasse sistiert wurde und ein ergebnisoffener Dialogprozess die weiteren Schritte prüfen soll?

Antwort des Bundesrates

Gemeindeversammlung Twann-Tüscherz, 25.11.2019

Selten ist die Gemeindeversammlung so gut besucht wie am letzten Montag, 25. November. Der Grund war ein Thema, das nicht einmal auf der Traktandenliste stand, sondern unter Varia behandelt werden sollte: Das laufende Einspracheverfahren im Zusammenhang mit dem geplanten Ostportal und Installationsplatz des Twanntunnels.

Die Gemeinde Twann-Tüscherz hat juristisch keine Möglichkeit, das Portal zu verändern. Sie könnte höchstens auf die gesamte Tunnelumfahrung des Dorfkerns Twann verzichten. Eine Umfahrung, auf die viele Twannerinnen und Twanner  seit Jahrzehnten warten.

Diese Ausgangslage nach dem Motto «Vogel friss oder stirb» zog rund 90 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in die Rebhalle, dies entspricht fast 10 Prozent der Stimmberechtigten. Das Budget 2020 sowie ein paar weitere Investitionen und neue Verordnungen wurden von den Anwesenden diskussionslos und in Rekordzeit durchgewunken. Unter dem Traktandum Varia kam dann endlich jenes Thema zur Sprache, das am linken Bielerseeufer aktuell die Wogen hochgehen lässt.

Trotz der äusserst kontroversen Ausgangslage, blieb die Diskussion sachlich. Die Votantinnen und Votanten von Wingreis, dem Weiler der am meisten unter dem Bau des Twanntunnels leiden würde, fühlten sich am Ende des Abends in ihren Ängsten und Sorgen gehört und verstanden.

Einen formellen Entscheid der Versammlung konnten sie zwar nicht einfordern, da das Thema nicht traktandiert wurde. Gemeindepräsidentin Margrit Bohnenblust versprach jedoch verbindlich, alle Anliegen der betroffenen WingreiserInnen in die Baueinsprache der Gemeinde Twann-Tüscherz einfliessen zu lassen. 

Das Fazit der Gemeindeversammlung: Alle sind vom Lärm geplagt, alle wollen endlich Ruhe. Wie dies erreicht werden soll, ob mit der vorliegenden Tunnelvariante oder im Gegenteil, indem man darauf verzichtet, dürfte künftig noch zu einigen Diskussionen Anlass geben.

So oder so steht fest: Ob Stückwerk oder Gesamtlösung dürfte der Strassenlärm die Dörfer noch jahrelang plagen. Um Abhilfe zu schaffen, braucht es kluge Lenkungsmassnahmen zum Schutz von Bevölkerung und Natur. 

Noch bis Ende Woche sind all jene, die vom Bau des Twanntunnels irgendwie betroffen sind aufgefordert, beim UVEK ihre Einsprache einzureichen. So können etwa auch AnwohnerInnen der Neuenburgstrasse in Biel einen Nachteil durch die geplante Baustelle geltend machen, da diese zu einer markanten Zunahme von LKW-Fahrten auf der N5 zwischen Biel und Wingreis führen würde. 

Text: © Annekäthi Zweidler

Info-Anlass Gemeindehaus Tüscherz 23.11.2019

Der frisch renovierte Saal im alten Gemeindehaus von Tüscherz war am letzten Samstag, 23. November 209, brechend voll: Rund 90 Personen folgten der Einladung zum Info-Anlass des Aktionkomitees «N5 Bielersee – so nicht!». Dieses kämpft aktuell gegen den vom Astra geplanten Twanntunnel-Installationsplatz in Wingreis, dem Liegenschaften und kostbare Rebberge geopfert werden sollen.

Das grosse Interesse insbesondere der Bevölkerung von Ligerz, Twann und Tüscherz kommt nicht von ungefähr: Die N5 beeinträchtigt seit Jahren die Lebensqualität am linken Bielerseeufer. Der geplante Twanntunnel würde für einen kleinen Teil der Bevölkerung zwar Abhilfe schaffen, gleichzeitig hätte dessen Bau aber im Weiler Wingreis zerstörerische Folgen.

Das geplante Bauvorhaben für das Tunnel-Ostportal, müsse unbedingt verhindert werden, so der Tenor an der Veranstaltung. Man könne die Fehlplanung von vor 60 Jahren nicht mit noch mehr Beton korrigieren.

Einige traten dafür ein, dass nur ein durchgehender Tunnel von Biel bis La Neuveville den lärmgeplagten Dörfern wieder mehr Lebensqualität bringen würde. Andere sprachen sich für die kleine Seelandtangente aus. Und wieder andere möchten den motorisierten Verkehr reduzieren, indem man die Strecke mit einem LKW-Transitverbot belegt und den ÖV gezielt fördert. 

Der Umweltjurist Reinhard Zweidler ermunterte die Anwesenden, gegen das Bauvorhaben in Wingreis Einsprache einzureichen. Er betonte, dass entgegen der Ausünfte des Astra, jede Person, die durch das Projekt beeinträchtigt würde, befugt sei, eine Einsprache zu schreiben. Punkte, die dabei aufgeführt werden können, sind zum Beispiel die Zunahme von Lärm und Staub durch die Baustelle, die langjährigen und teilweise gefährlichen Umleitungen von Velo- und Wanderwegen und nicht zuletzt der Verlust von Biodiversität. 

Das Komitee ruft deshalb die Bevölkerung auf, möglichst zahlreiche, individuell begründete Einsprachen gegen das Twanntunnel Ostportal  zu verfassen und diese bis spätestens am Samstag, 30. November an das UVEK abzuschicken. Es stellt dafür auch eine Mustereinsprache zur Verfügung, die je nach Betroffenheit abgeändert werden kann:

Wichtig sind die Einsprachen nicht nur, damit der überdimensionierte Installationsplatz für das Twanntunnelportal in Wingreis verhindert werden kann. Darüber hinaus geht es auch darum, die Salamitaktik des Astra zu stoppen, welches alles daran zu setzen scheint, die Autostrasse 3. Klasse am Bielersee mittelfristig zu einer Autobahn 2. Klasse auszubauen.

Ein Ansinnen notabene, das in engem Zusammenhang mit der Westast-Planung in Biel steht: Würde die Westast-Autobahn tatsächlich gebaut, wie es Kanton und Astra planten, wäre ein Kapazitätsausbau am linken Bielerseeufer wohl unumgänglich. Weil über den Westast zwangsläufig noch mehr Verkehr  in die sensible Reblandschaft gelenkt würde…

Text: ©Annekäthi Zweidler

N5Bielersee-sonicht! 19.11.2019

Unser Komitee steht

Wingreiser und Solidarisierende wollen gegen die sinnlose Enteignung von Wohnhäusern und Reben ankämpfen. Solange es kein “Go” zum Westast in Biel gibt, macht die Autobahnaufrüstung entlang der pittoresken Weinbaudörfer keinen Sinn.

Mach mit und unterstütze uns!