Was wollen wir erreichen?

  • Keine offene Nationalstrasse entlang des Bielersees.
  • Erhalt unserer einzigartigen Reblandschaft, welche für viele Familien eine Existenzgrundlage darstellt.
  • Schutz unserer Ortsbilder und unserer Lebensqualität.
  • Keine schrittweise Aufklassierung der jetzigen Nationalstrasse.
  • Keine jahrzehntelangen Bauprojekte, die ganze Generationen in ihrem Alltag einschränken.
  • Zeitgerechte und ehrliche Information durch die zuständigen Behörden und Mitsprache aller Betroffenen.

Kurz: Wir wollen die Korrektur der 60-jährigen Fehlplanung!

N5 Bielersee - so nicht!

Aktuelles

Drei Generationen aus Twann, Tüscherz und Wingreis in Bern.

Am Bahnhof in Twann
Übergabe der Petition für die dringend notwendige Verkehrsberuhigung . . . . . .

Komitee Präsident Boris Fistarol übergibt die 860 Unterschriften an Alexandra Graf von der Bundeskanzlei – unter Wahrung der Corona-Regeln.

Medienmitteilung zur Petition

Medienmitteilung

Petition zur Rettung des linken Bielerseeufers

Aktuell läuft gegen das Ostportal des Autotunnels, der das Winzerdorf Twann vom Durchgangsverkehr befreien soll, ein Einspracheverfahren. Das Komitee «N5 Bielersee – so nicht!» stellt das Projekt aus den 1970er Jahren grundsätzlich infrage. Mit einer Petition fordert es eine Gesamtplanung der A5/N5 in der Region Biel-Seeland sowie sofortige Massnahmen zur Lärmbekämpfung.

Die Situation am Nordufer des Bielersees ist seit vielen Jahren unhaltbar: Ab 05:00 Uhr in der Früh donnern Lastwagen durch die Dörfer. Die schweizweit einzige «Autobahn», auf der auch Velos und Traktoren verkehren, ist für Anwohner und Verkehrsteilnehmende eine Zumutung. Abhilfe soll die Verlängerung des Ligerztunnels bis zum Weiler Wingreis bringen. Es wird mit einer Bauzeit von 11 Jahren und mit Gesamtkosten von mindestens 230 Mio Franken gerechnet. Mit dem Bauprojekt würde allerdings nur der Dorfkern von Twann entlastet, die Bevölkerung an der restlichen Strecke, von Wingreis, Tüscherz-Alfermée, Vingelz bis Biel bleibt dem Lärm und den Abgasen auch nach der Fertigstellung ausgesetzt. Dem Installationsplatz für den Tunnelbau beim Ostportal sollen zudem mehrere Tausend Quadratmeter wertvolles Rebland sowie Häuser zum Opfer fallen. Gegen dieses Ausführungsprojekt haben verschiedene Anwohnerinnen und Anwohner Einsprache erhoben.

Für eine regionale Lösung

Die bisherigen Antworten der Behörden zeigen jedoch, dass das UVEK nach wie vor am generellen Projekt von 1991 festhält und zu keinen Zugeständnissen bereit ist. Dies, obwohl sich aktuell abzeichnet, dass das ebenfalls auf einer längst überholten Planung basierende Ausführungsprojekt für den A5-Westast in Biel wohl nie gebaut wird. Damit bietet sich die vielleicht letzte Chance für eine ganzheitliche Verkehrsplanung, welche sowohl die verkehrsgeplagten Dörfer und Weiler am linken Bielerseeufer erlöst wie auch eine zukunftsfähige Lösung für die gesamte Region ermöglicht.

Um den Forderungen einer breiten Bevölkerungsschicht Nachdruck zu verleihen, hat das Komitee “N5 Bielersee – so nicht!” deshalb eine Petition an den Bundesrat und das UVEK lanciert, die endlich eine zeitgemässe Gesamtplanung der A5/N5 am linken Bielerseeufer verlangt.* Namentlich soll das Ausführungsprojekt des Twanntunnels vorläufig sistiert werden. Stattdessen ist der Bau eines Langtunnels zwischen La Neuveville und Biel zu prüfen. Das neue Projekt soll mit der Westast-Frage koordiniert werden und ist zwingend als Teil einer regionalen Gesamtplanung zu betrachten. Damit verleiht die Petition einer Forderung der Gemeinde Twann-Tüscherz Nachdruck, welche bereits Ende 2019 die umgehende Projektierung eines Langtunnels zwischen La Neuveville und Biel fordert. (Die Medien berichteten).

Transitverbot für den Schwerverkehr und generell Tempo 60 km/h

Da eine Tunnelvariante jedoch frühestens 2035 in Betrieb gehen könnte, braucht es dringend kurzfristige Massnahmen gegen die Verkehrsbelastung am linken Bielerseeufer, insbesondere zur Bekämpfung von Lärm und Luftverschmutzung in dieser fragilen Landschaft, die notabene im Bundesinventar der schützenswerten Landschaften von nationaler Bedeutung figuriert. Deshalb fordert das Komitee mit der Petition auch ein Transitverbot für den Schwerverkehr zwischen der Seevorstadt Biel und La Neuveville, sowie durchgehend Tempo 60 km/h zwischen Biel und dem Ligerztunnel. Diese kurzfristig umsetzbaren Massnahmen würden auch den Stadtraum Biel entlasten, weil so die Route über die N5 entlang des linken Bielerseeufers und quer durch Biel für den Transitverkehr an Attraktivität verliert. Für den Automobilverkehr bringt die Vereinheitlichung der Geschwindigkeitslimite zudem einen ruhigeren Verkehrsfluss und verbesserte Sicherheit. Die Fahrzeit zwischen La Neuveville und Biel würde sich dadurch maximal um vernachlässigbare 43 Sekunden verlängern.

Die Petitionärinnen und Petitionäre verlangen deshalb: Zeitgemässe Gesamtplanung jetzt, statt jahrzehntelanges Flickwerk! Unsere Region hat genug gelitten! 

*Am 4. September um 14 Uhr übergeben die PetitionärInnen 850 Unterschriften, welche in nur 11 Tagen gesammelt wurden. Bilder und weitere Infos zum Anlass werden am Freitag, 4. September ab 16 Uhr an die Medien verschickt.

Für weitere Auskünfte / Interviews:

Boris Fistarol, Präsident Komitee «N5 Bielersee – so nicht!»

Sandra Gurtner-Oesch, Vice-Präsidentin Komitee «N5 Bielersee – so nicht!»

Mail: n5bielerseesonicht@gmail.com

Medienmitteilung als PDF

Die Zeit 30.1.2020

Noch mehr Beton, echt jetzt? Für eine Milliarde Franken soll in Zürich ein 700 Meter langes Stück Straße von Lärm und Abgasen befreit werden. Was der Rosengartentunnel über die Infrastrukturpolitik der Schweiz erzählt

Kommentar des Setzers: ein äuserst bemerkenswerter Artikel der stramm bürgerlichen ZEIT, der unseren gesamten schweizerischen .Autobahn-Wahnsinn aufzeigt

Gut melden sich die Twanner Tunnelbefürworter!

Das Komitee N5 Bielersee – so nicht! findet es grundsätzlich positiv, dass sich die Befürworterinnen und Befürworter des Twanntunnels zu Wort melden. Nichts untergräbt die Demokratie mehr, als die Faust im Sack zu machen.

Das Befürworterkomitee übersieht dabei jedoch, dass wir als Komitee N5Bielersee – so nicht! kein “Ableger” der Bieler Westast-Gegnerschaft sind. Es ist uns wichtig zu betonen, dass unser Komitee eigenständig, im Zusammenhang mit der Auflage des Projektes Twanntunnel-Ostportals entstanden ist. Das Komitee N5Bielersee – so nicht! handelt also als vollkommen eigenständige Organisation. Wohl überschneiden sich gewisse Interessen mit den Gegnern des Bieler Westastes, da der Westast und die Linienführung der A5 am linken Bielerseeufer sehr wohl in einem Zusammenhang stehen. Leider blenden gewisse politische Kreise diese Zusammenhänge aus, und richten ihren “Tunnelblick” weiterhin auf einzelne Schauplätze. Dies verhindert schliesslich eine zeitgemässe und koordinierte Gesamtlösung der Verkehrsproblematik in der ganzen Region! Es ist uns auch wichtig zu betonen, dass wir als Komitee N5Bielersee – so nicht! lediglich das heutige Ausführungsprojekt des Twanntunnels bekämpfen, jedoch nicht grundsätzlich gegen Tunnellösungen sind.

Wir brauchen in Twann-Tüscherz eine faire und weitergehende Auseinandersetzung über die Auswirkungen des Tunnelbaus. Denn nicht nur der Dorfteil Twann hat genug vom Lärm. ALLE Anwohner der Gemeinde Twann-Tüscherz – von Twann, über den Strandweg nach Wingreis, Tüscherz, Alfermee und bis an die Stadtgrenze von Biel – haben seit Jahren genug vom Lärm!  Warum keine nachhaltige Lösung die die Lebensqualität ALLER verbessert?

Der Twannttunnel ist ohne Not als Nationalstrasse 2. Klasse konzipiert. Dies lässt wie ursprünglich im Richtplan vorgesehen befürchten, dass das ASTRA auch die noch bestehenden Lücken zwischen Biel und Twann-Tüscherz zu einer Nationalstrasse 2. Klasse aufklassieren will. Dies würde weitere massiven Ausbauten der Strasse zur Folge haben. Für alle Anwohner vom Stedli bis Tüscherz Alfermée bedeutet dies noch mehr Lärm und jahrelange Emissionen. Diese Dorfteile unserer Gemeinde dürfen nicht geopfert werden!

Das Komitee N5 Bielersee – so nicht! ist solidarisch mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinde Twann-Tüscherz und lehnt deshalb den Bau des Twanntunnels in der geplanten Form kategorisch ab. Die jahrzehntealte Bausünde am linken Bielerseeufer darf nicht noch mehr in Beton gegossen werden. Es müssen endlich neue, tragfähige Lösungen gefunden werden!

Für den Vorstand des Komitee N5Bielersee-sonicht

Nous saluons la prise de position des partisans du tunnel de Douanne!


Le comité N5 Lac de Bienne – pas comme ça se réjouit de la prise de position officielle des
partisanes et partisans du tunnel de Douanne. Un dialogue ouvert et constructif est la base
de toute action démocratique.
Nous souhaitons compléter et souligner certains aspects concernant le comité N5 Lac de
Bienne – pas comme ça
présentés de façon incorrecte par les partisans du tunnel de
Douanne. Le comité N5 Lac de Bienne – pas comme ça est une organisation absolument
indépendante créée en réaction à la mise à l’enquête du projet du portail est du tunnel de
Douanne. On ne saurait en aucun cas comparer ce comité à une « métastase » de l’action
Axe Ouest – pas comme ça des opposants à la branche ouest du projet biennois. Certains
intérêts convergent effectivement car la branche ouest et le tracé de l’A5 sur la rive gauche
du lac de Bienne sont liés, ne serait-ce que de façon purement géographique. Nous
regrettons que certains milieux politiques refusent de reconnaître cette relation et
continuent de ne considérer que des fragments distincts, rendant impossible une
conception globale et adéquate du réseau routier. Nous voulons souligner aussi que le
comité N5 Lac de Bienne – pas comme ça ne s’oppose qu’au projet actuel de tunnel et non
fondamentalement à tout projet de tunnel.
Twann-Tüscherz, une seule et même commune, doit se poser maintenant la question des
conséquences de la construction du tunnel tel qu’il est panifié actuellement. Car TOUS ses
habitants souffrent des nuisances de la route depuis longtemps déjà – de Douanne à
Wingreis, Tüscherz, Alfermée jusqu’à la frontière vers Bienne ! Ne serait-il pas temps de
trouver une solution durable qui améliore la qualité de vie de chacun ?
Le tunnel de Douanne est planifié comme route nationale de 2e classe. Cela laisse
soupçonner que l’OFROU réaménagera comme prévu initialement le reste du tronçon entre
Bienne et Twann-Tüscherz en route nationale de 2e classe. Cela impliquera de lourds et
longs travaux, du bruit et des émissions pendant de nombreuses années pour les habitants
du Stedli jusqu’à Tüscherz-Alfermée. Ces parties de notre commune ne peuvent être
sacrifiées!
Le comité N5 Lac de Bienne – pas comme ça est solidaire des habitants de la commune de
Twann-Tüscherz et conteste catégoriquement la construction du tunnel de Douanne dans la forme prévue actuellement. Il faut interrompre le bétonnage systématique de la rive gauche
du lac de Bienne. Nous revendiquons une nouvelle planification -durable et globale.
Le comité du comité N5 Lac de Bienne – pas comme ça!

Regionaljournal Bern 27.1.2020

Der Tunnel, der Twann spaltet

Der Twanntunnel soll das Winzerdorf am Bielersee vom Durchgangsverkehr befreien. Nach jahrelangem Streit hat sich neuer Widerstand gebildet. Das neue Komitee will den Tunnel nun ganz verhindern will. Die Befürworter haben genug vom Widerstand.

Regionaljournal Bern 27.1.2020 17:30

Vorstandssitzung Januar 2020

Wingreis, im Januar 2020

Liebe Mitglieder

Ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahrzehnt gestartet.

Der Vorstand hat sich diese Woche getroffen und wir haben die weiteren Schritte in unserem Vorhaben gegen den weiteren Ausbau der N5 besprochen.

Es ist uns ein Anliegen, den Dialog offen zu führen und alle Mitglieder zu ermuntern, uns mit Ideen und in Arbeitsgruppen zu unterstützen. Bitte meldet euch über die Homepage, oder direkt beim Vorstand, wenn Ihr Interesse habt, gemeinsam für den Erhalt unseres schönen Bielerseeufers zu kämpfen.

Im Moment läuft die Frist für die Revision der regionalen Siedlungs- und Verkehrs Entwicklung, RGSK, Schwerpunkt öffentlicher Verkehr. Frist: 31.03.2020. Online ab 10.2.2020

Welche Forderungen sollen gestellt werden? Fokus auf Verkehr reduzieren oder umlenken? Bausünden der jetzigen Strasse zurückbauen. Fehler in der bisherigen Planung korrigieren. Den Blick öffnen, dass es nicht nur um den Tunnel geht, sondern um den privaten und öffentlichen Verkehr zwischen Bözingen und Neuchâtel und noch weiter darüber hinaus?

Wer sich in dieser Arbeitsgruppe einbringen möchte, melde sich bitte bei Anne-Käthi Zweidler: Tel.: 079 256 51 19, E-Mail: anne-kaethi.zweidler@bluewin.ch.

Des Weiteren wollen wir Landschaftsbegehungen organisieren, um aufzuzeigen, was der weitere Ausbau der Strasse für die Landschaft bedeuten würde.

Wer sich für dieses Projekt begeistern kann, melde sich bitte bei Sandra Gurtner Oesch, Tel.: 078 766 04 60, E-Mail: sandra.gurtneroesch@profawo.ch

Zudem suchen wir ein französischsprachiges Mitglied, welches für uns Übersetzungsarbeiten übernehmen könnte.

Auf unserer Homepage www.n5bielersee-sonicht.ch werdet Ihr laufend informiert und findet weitere interessante Artikel.

Danke schon jetzt für eure Unterstützung: zusammen sind wir stark und können mehr bewirken!

Freundliche Grüsse

Im Namen des Vorstandes «N5 Bielersee – so nicht!»

Susanne Knecht

Ein gutes neues Jahr 2020

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr.

Im 2020 brauchen wir viel Mut, Zuversicht, gute Ideen und Durchhaltevermögen.

Gemeinsam schaffen wir es, dass in diesem Land der Verkehr umweltverträglicher wird – zum Schutz unserer wundervollen Landschaft und unserer Winzerkultur.

Stellungsnahme des Komitee zu den Einspracheantworten des UVEK

Als Antwort auf ihre Einsprache haben die meisten von uns inzwischen einen Brief vom UVEK erhalten. Mit diesem Brief wird angezweifelt, dass wir überhaupt zur Einsprache berechtigt seien. Falls doch, so müssten wir dies bis am 8. Januar 2020 in einem eingeschriebenen Antwortschreiben an das UVEK begründen. Dies ist aber gar nicht so kompliziert, wie es zuerst tönt.

Unser Jurist hat ein kurzes Schreiben (siehe beiliegende Musterantwort) entworfen, mit dem wir unsere Einsprache-Berechtigung begründen können. Natürlich müssen wir nun wieder je nach unserer individuellen Wohn- und Lebenssituation den Musterbrief anpassen.

Hier ein paar Möglichkeiten

  • Wer in Schafis, Ligerz, Kleintwann oder im Twanner Dorfkern wohnt, leidet durch die Schliessung des Ligerztunnels während einem ganzen Jahr unter Autoverkehr.
  • Wer am Strandweg wohnt, leidet durch den überdimensionierten Bau- und Installationsplatz unter Lärm, Erschütterungen und Staub.
  • Wer Rebparzellen am Rebenweg bewirtschaftet, wird durch die Umleitung des Veloverkehrs durch den Rebenweg in der Arbeit behindert.
  • Etc. – ihr müsst vor allem die Begründung in eurer Einsprache entsprechend ausbauen und belegen, zum Beispiel durch die Nähe eures Hauses/eurer Wohnung zum Bauplatz etc.

Ihr dürft gerne die juristischen Bemerkungen im beiliegenden pdf ausdrucken und beilegen. Dann wissen die UVEK-Leute gleich, auf welche Bundesgerichtsurteile ihr euch bezieht. Das erhöht die Chancen, dass möglichst viele Einsprachen gutgeheissen werden. Vorläufig kostet uns diese Präzisierung unserer Einsprache noch nichts, da unser Jurist uns ehrenamtlich unterstützt.

Bitte nehmt euch vor dem Mittwoch, 8. Januar 2020 eine Stunde Zeit, um diesen Brief an das UVEK zu verfassen und zur Post zu bringen. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam diesen grössenwahnsinnigen Autobahn-Ausbau verhindern können.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga 19.12.2019

Heute in Biel

Auszug aus der Rede von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga an der Wahlfeier am Ring in Biel. Sie spricht über Integration.

Ausschnitt aus der Reportage des Bieler Tagblattes vom 20.12.2019

Stellungsnahme Komitee zur Antwort Sommaruga

Der Vorstand des Komitees N5-Bielersee so nicht! ist sehr enttäuscht von der Antwort in der Fragestunde durch Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Dies aus folgenden Gründen:

  • die Projekte Twanntunnel und Westast werden einzeln und isoliert abgehandelt. Uns fehlt die Weitsicht, die Umsichtigkeit, mit welcher die Situation angegangen wird. Der Fokus wird auf einzelne Schauplätze gelegt, Zusammenhänge werden nicht gesucht und somit auch nicht gefunden.
  • Die Verkehrsproblematik (Lärm, Sicherheit) im Bericht, wird auf ein einzelnes Dorf Twann reduziert, es scheint keine anderen Dörfer zu geben mit den gleichen Problemen und Bedürfnissen.
  • Es hat kein korrekter partizipativer Prozess stattgefunden. Wir wissen alle, dass die direkt Betroffenen aus Wingreis und vom Strandweg nicht einbezogen und erst auf Nachfrage zwei Tage vor Planauflage informiert wurden.
  • Das neue Projekt Ostportal (v.a. der Installationsplatz) betrifft die genau gleiche geschützte Landschaft wie das vorherige abgelehnte Projekt. Das Terrain wird weniger breit verdichtet und betoniert, dafür in die Länge gezogen. Dadurch werden die Einwohner von Wingreis und vom Strandweg in ihrer Lebensqualität und Existenzen von Weinbauern für 15 Jahre massiv betroffen.

Wer behauptet, der Westast und die N5 am linken Bielerseeufer hätten keinen Zusammenhang, der verschließt die Augen vor der Realität.

Uns fehlt WEITSICHT-UMSICHT-ECHTES INTERESSE an einer bestmöglichen Lösung für die Region.

Bieler Tagblatt 12.12.2019

Die Qualität der Legitimation sei jedoch unterschiedlich, deshalb könne man erst nach dem «Nachreichungstermin» vom 8. Januar 2020 sagen, wie viele Einsprachen bearbeitet würden. Nun, wir finden schon die Anzahl von über 70 Einsprachen ein grosser Erfolg für uns alle.

Heute in Bern, 10.12.2019

Im Bundeshaus angekommen

Die beiden Berner Nationalräte Matthias Aebischer (SP) und Jürg Grossen (GLP) haben für die kommende Fragestunde im Parlament ihre Bedenken zum vorliegenden Projekt eingereicht.

Matthias Aebischer stellt in seinem Vorstoss die Grundsatzfrage nach der Nachhaltigkeit der Strassenbaupläne:

Inwiefern rechtfertigt es sich, die Nationalstrasse N5 weiter auszubauen, obwohl diese quer durch eine Landschaft von nationaler Bedeutung (BLNV) und denkmalgeschützte Dörfer gebaut wird?

Wie will der Bundesrat diese schützenswerte Landschaft erhalten und gleichzeitig die Nationalstrasse weiter ausbauen?

Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um die Lebensqualität für alle Bewohnerinnen und Bewohner des nördlichen Bielerseeufers sowie die Uferzone in seiner Schönheit zu erhalten?

Antwort des Bundesrates

Jürg Grossen thematisiert den Zusammenhang zwischen der Westast-Diskussion und der Verkehrsplanung in der Region. Sein Vorstoss im Wortlaut:

Der Bund plant den Ausbau der Nationalstrasse entlang des nördlichen Bielerseeufers und treibt den Bau des Twanntunnels weiter voran und damit auch die Enteignung von Wohnhäusern und Reben.

Inwiefern rechtfertigt sich dieses Vorgehen, während gleichzeitig in Biel der Ausbau der gleichen Nationalstrasse sistiert wurde und ein ergebnisoffener Dialogprozess die weiteren Schritte prüfen soll?

Antwort des Bundesrates

Gemeindeversammlung Twann-Tüscherz, 25.11.2019

Selten ist die Gemeindeversammlung so gut besucht wie am letzten Montag, 25. November. Der Grund war ein Thema, das nicht einmal auf der Traktandenliste stand, sondern unter Varia behandelt werden sollte: Das laufende Einspracheverfahren im Zusammenhang mit dem geplanten Ostportal und Installationsplatz des Twanntunnels.

Die Gemeinde Twann-Tüscherz hat juristisch keine Möglichkeit, das Portal zu verändern. Sie könnte höchstens auf die gesamte Tunnelumfahrung des Dorfkerns Twann verzichten. Eine Umfahrung, auf die viele Twannerinnen und Twanner  seit Jahrzehnten warten.

Diese Ausgangslage nach dem Motto «Vogel friss oder stirb» zog rund 90 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in die Rebhalle, dies entspricht fast 10 Prozent der Stimmberechtigten. Das Budget 2020 sowie ein paar weitere Investitionen und neue Verordnungen wurden von den Anwesenden diskussionslos und in Rekordzeit durchgewunken. Unter dem Traktandum Varia kam dann endlich jenes Thema zur Sprache, das am linken Bielerseeufer aktuell die Wogen hochgehen lässt.

Trotz der äusserst kontroversen Ausgangslage, blieb die Diskussion sachlich. Die Votantinnen und Votanten von Wingreis, dem Weiler der am meisten unter dem Bau des Twanntunnels leiden würde, fühlten sich am Ende des Abends in ihren Ängsten und Sorgen gehört und verstanden.

Einen formellen Entscheid der Versammlung konnten sie zwar nicht einfordern, da das Thema nicht traktandiert wurde. Gemeindepräsidentin Margrit Bohnenblust versprach jedoch verbindlich, alle Anliegen der betroffenen WingreiserInnen in die Baueinsprache der Gemeinde Twann-Tüscherz einfliessen zu lassen. 

Das Fazit der Gemeindeversammlung: Alle sind vom Lärm geplagt, alle wollen endlich Ruhe. Wie dies erreicht werden soll, ob mit der vorliegenden Tunnelvariante oder im Gegenteil, indem man darauf verzichtet, dürfte künftig noch zu einigen Diskussionen Anlass geben.

So oder so steht fest: Ob Stückwerk oder Gesamtlösung dürfte der Strassenlärm die Dörfer noch jahrelang plagen. Um Abhilfe zu schaffen, braucht es kluge Lenkungsmassnahmen zum Schutz von Bevölkerung und Natur. 

Noch bis Ende Woche sind all jene, die vom Bau des Twanntunnels irgendwie betroffen sind aufgefordert, beim UVEK ihre Einsprache einzureichen. So können etwa auch AnwohnerInnen der Neuenburgstrasse in Biel einen Nachteil durch die geplante Baustelle geltend machen, da diese zu einer markanten Zunahme von LKW-Fahrten auf der N5 zwischen Biel und Wingreis führen würde. 

Text: © Annekäthi Zweidler

Info-Anlass Gemeindehaus Tüscherz 23.11.2019

Der frisch renovierte Saal im alten Gemeindehaus von Tüscherz war am letzten Samstag, 23. November 209, brechend voll: Rund 90 Personen folgten der Einladung zum Info-Anlass des Aktionkomitees «N5 Bielersee – so nicht!». Dieses kämpft aktuell gegen den vom Astra geplanten Twanntunnel-Installationsplatz in Wingreis, dem Liegenschaften und kostbare Rebberge geopfert werden sollen.

Das grosse Interesse insbesondere der Bevölkerung von Ligerz, Twann und Tüscherz kommt nicht von ungefähr: Die N5 beeinträchtigt seit Jahren die Lebensqualität am linken Bielerseeufer. Der geplante Twanntunnel würde für einen kleinen Teil der Bevölkerung zwar Abhilfe schaffen, gleichzeitig hätte dessen Bau aber im Weiler Wingreis zerstörerische Folgen.

Das geplante Bauvorhaben für das Tunnel-Ostportal, müsse unbedingt verhindert werden, so der Tenor an der Veranstaltung. Man könne die Fehlplanung von vor 60 Jahren nicht mit noch mehr Beton korrigieren.

Einige traten dafür ein, dass nur ein durchgehender Tunnel von Biel bis La Neuveville den lärmgeplagten Dörfern wieder mehr Lebensqualität bringen würde. Andere sprachen sich für die kleine Seelandtangente aus. Und wieder andere möchten den motorisierten Verkehr reduzieren, indem man die Strecke mit einem LKW-Transitverbot belegt und den ÖV gezielt fördert. 

Der Umweltjurist Reinhard Zweidler ermunterte die Anwesenden, gegen das Bauvorhaben in Wingreis Einsprache einzureichen. Er betonte, dass entgegen der Ausünfte des Astra, jede Person, die durch das Projekt beeinträchtigt würde, befugt sei, eine Einsprache zu schreiben. Punkte, die dabei aufgeführt werden können, sind zum Beispiel die Zunahme von Lärm und Staub durch die Baustelle, die langjährigen und teilweise gefährlichen Umleitungen von Velo- und Wanderwegen und nicht zuletzt der Verlust von Biodiversität. 

Das Komitee ruft deshalb die Bevölkerung auf, möglichst zahlreiche, individuell begründete Einsprachen gegen das Twanntunnel Ostportal  zu verfassen und diese bis spätestens am Samstag, 30. November an das UVEK abzuschicken. Es stellt dafür auch eine Mustereinsprache zur Verfügung, die je nach Betroffenheit abgeändert werden kann:

Wichtig sind die Einsprachen nicht nur, damit der überdimensionierte Installationsplatz für das Twanntunnelportal in Wingreis verhindert werden kann. Darüber hinaus geht es auch darum, die Salamitaktik des Astra zu stoppen, welches alles daran zu setzen scheint, die Autostrasse 3. Klasse am Bielersee mittelfristig zu einer Autobahn 2. Klasse auszubauen.

Ein Ansinnen notabene, das in engem Zusammenhang mit der Westast-Planung in Biel steht: Würde die Westast-Autobahn tatsächlich gebaut, wie es Kanton und Astra planten, wäre ein Kapazitätsausbau am linken Bielerseeufer wohl unumgänglich. Weil über den Westast zwangsläufig noch mehr Verkehr  in die sensible Reblandschaft gelenkt würde…

Text: ©Annekäthi Zweidler

N5Bielersee-sonicht! 19.11.2019

Unser Komitee steht

Wingreiser und Solidarisierende wollen gegen die sinnlose Enteignung von Wohnhäusern und Reben ankämpfen. Solange es kein “Go” zum Westast in Biel gibt, macht die Autobahnaufrüstung entlang der pittoresken Weinbaudörfer keinen Sinn.

Mach mit und unterstütze uns!